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Berichte Jedermannrennen
Rund um den Finanzplatz am 01.05.2012 PDF Drucken E-Mail

Wieder 5 Uhr. Wecken ist angesagt, um rechtzeitig die Startunterlagen in Frankfurt in Empfang zu nehmen. Eigentlich ist der 1. Mai der Tag der Arbeit, da feiert man, geht Wandern, grillt oder geht auf eine Gewerkschaftsveranstaltung. Ich fahre Fahrrad. Jawoll! Auf zu dem Jedermannrennen "Rund um den Finanzplatz" nach Frankfurt, genauer gesagt, Start ist in Eschborn.

Es fängt genauso an wie am Ostermontag. Spartanisches Frühstück mit Joghurt, Käsekuchen und Bananen. Halb sechs Abfahrt.Ab 7.00 Uhr gibt es die Startunterlagen, ich bin pünktlich da. Kein Andrang an der Ausgabestelle, es klappt alles wie am Schnürchen. Ich kehre zum Auto zurück und wieder Bananen und Riegel. Apfelsaft, Sprudel und Cola. Ach herrlich. Ich kann mir an so einem Tag nichts besseres vorstellen ;-). Andere liegen am Lagerfeuer, sitzen am Kaffeetisch oder trällern in den Tag. Ich fahr Fahrrad, genauso wie fast 4500 andere hier in Frankfurt. Es wuselt ganz gut hier rund um den Start. Alles macht sich soweit fertig. Ich treffe einen Kollegen vom Nationalteam Deutsche Post, sein Name ist mir gerade entfallen, aber es ist ein Kollege aus Bitterfeld (zumindest nach Autokennzeichen). Wir tauschen uns kurz aus, dann geht es zum Start. 09.00 Uhr die 100er Strecke startet, wir gehen um 9.15 Uhr auf die 70er Runde. Alles top organisiert, so gibt es beim Start keine Probleme, wir rollen aus dem Block zur Startaufstellung und los gehts. Irgendwie rolle ich unmotiviert mit, so kommt es mir auf jeden Fall vor. Vielleicht fehlt es mir am Wasser von oben, aber es ist alles trocken. Anders wie in Köln, bei 7 Grad und Dauerregen. Die Strecke geht etwas kurvig los und schon wird es schnell. Die Motivation in mir steigt mit dem Pulsschlag. Der 8. km sollte der schnellste am heutigen Tag sein. Mit 53er Schnitt wird es später auf meiner App "runtastic" dargestellt. Ich bin recht weit vorne und komme in die Frankfurter City, auch Mainhattan gennannt. Strassenbahnschienen werden im schnellen Tempo überfahren, Flaschen fliegen aus den Halterungen und dann krachts 20 Meter vor mir. Ich haue in die Bremsen und bin zugegebener maßen beeindruckt. uiuiui, das war heftig und schon war die Gruppe weg. Hinter mir vereinzelte Fahrer, vor mir vereinzelte Fahrer, der hintere Teil des schnellen Feldes war zerbröselt. "Scheiße, gut das du da durch bist und nichts passiert ist, aber was nun?" Ich fahre die Innenstadt alleine im Wind. Die, die ich überholt habe, genau zwei, hängen sich bei mir dran. Ich fordere Sie auf mitzuarbeiten, die Gruppe kann noch nicht weit weg sein. Pustekuchen, mein Linker Arm hätte bis ins Ziel zucken können, da rührte sich nichts hinter mir. Ich fahre links raus und bedanke mich bei den "Lutschern". Ich fahre mein Tempo und warte auf eine größere Gruppe, die kam auch schnell. So, jetzt mal hinten dran und durchpusten. Die Gedanken gehen zurück an den Crash. Ich reihe mich rechts hinten ein und rolle "gemütlich" mit teilweise über 40 km/h mit. Ein bischen Schiss hab ich ja schon, zumal ich durch das Handicap der linken Hand, ja bei jedem Schluck aus der Pulle, einen gewissen Puffer zu den Kollegen nach vorne legen muss. Trinke ich, kann ich nicht bremsen, dass ist immer eine Gratwanderung. Das bedeutet zurückfallen lassen, trinken und wieder rankämpfen. Wir verlassen wieder Frankfurt und fahren auf breiten Strassen weiter. Es ist gut, es rollt ohne größere Nervosität, die Gruppenmitglieder geben Hinweise auf Kreisel, Fahrbahnteiler und Kurven. Die Gruppe löst sich auf! Was ist los, ach die "Kurzen" (42km) biegen zum Ziel ab. Es bleiben noch 30-40 Fahrer  übrig. Ahhh, fast 2/3 ist absolviert, jetzt kennt man die Strecke.

Frankfurt mit seiner imposanten Skyline kommt wieder in den Fokus, aber auch Liegeräder, Tandems und Inliner. Es kommt nicht selten zu Brüllereien im Vorderfeld, da Inliner nebeneinander fahren und Gruppen nicht selten eine halbe Strasse brauchen. Das verringert auch die Breite unseres Feldes, was nicht unproblematisch ist. Es geht weiter, die Eisenbahnschienen kommen wieder, es rappelt und zack, da fliegt meine Flasche aus dem Halter
und weg isse. "Ich halte nicht an, shit, das war meine volle Flasche" so zuckte es mir unter dem Helm durch die Birne. Ich griff an die andere und merkte, da war nichts mehr drin. "So ein kack!" Naja die Steigungen sind nicht wild und die 20km kriegste so hin. "Weiter treten Thomas!" Die Kurven zwingen uns hinten immer stärker abzubremsen, wie die vorne, dass bedeutet aber auch, wieder mehr Kraft, um zu beschleunigen. Der Puls hämmert auf hohem Niveau, die Muskeln fangen an zu brennen. Das ist kein gutes Zeichen. ca. 10km vor dem Ziel.

In Oberursel kommt eine Linkskurve und ein leichter Anstieg. Das Ortschild prägt sich mir ein, denn: " Zack!" Linke und rechte Wade, zwangen meine Füße sich zu bewegen. Diese Bewegung war aber für das Fahrradfahren absolut abwägig,  unnatürlich und verlangte nach Erklärung. Krämpfe, das waren  genau die Symptome, die ich jetzt nicht gebrauchen konnte. Mir ging der Spruch einer netten Kollegin aus Ulm (Petra Maucher) durch den Kopf: "Wenn Du Krämpfe hast einfach weitertreten! Das erledigt sich von alleine!" Sie hat schon den Ötztaler gefahren und ist als Bayer mit Steigungen vertraut. "Sie muss doch wissen, was Sie sagt", so redete ich mir ins Gewissen. Nur nicht abhängen lassen, wegen so einer Lapalie, bleib an der Gruppe dran. Es tut weh, es ist sch... und man denkt die Zuschauer sehen die verknoteten Beine. Das muss doch lächerlich aussehen. Je mehr ich drüber nachdachte, umso näher kamen wir ans Ziel. Boah, da geht es ja schon rechts ab, noch 500 Meter stand auf dem Schild. Es geht leicht Berg ab und ich lasse mich ausrollen und trete nur als Alibi. Da sind die Matten, der Zielbogen und flutsch ich war da. Spass, geil, Wahnsinn, Schmerz. So waren meine Gedanken bei meiner Zielüberquerung. Wir wurden weiter geleitet und ich komme zur Tansponderabgabe. Ich nehme die Füße aus dem Pedalen und zack. Da sind se wieder. Meine verkrampften Freunde meines augenblicklichen Lebens. Ich bin aber im und am Ziel:-) Herrlich!

Für meine Verhältnisse war es ein sehr gutes Ergebniss als 274. unter 943 qualifizierten im Gesamtklassement der Männer über 70km in einer Zeit von 1:54.47,3.  Nächstes Rennen am 10. Juni 2012 in Berlin. Das wird wieder lustig, ich freu mich drauf und Danke dem FC Deutschen Post als Sponsor, die mir diese Teilnahme und den großen Spass ermöglicht. 

 btw: Leider habe ich keine Bilder vom Rennen. Tut mir leid, vielleicht beim Nächsten.

 
Jedermannrennen "Rund um Köln" am Ostermontag 09.04.2012 PDF Drucken E-Mail

Aufstehen! 5 Uhr der Wecker reisst mich aus dem Feiertagsschlaf. Der Wetterbericht sagte nichts gutes voraus und ich schau aus dem Fenster: "Es regnet!" Supi, das bedeutet Arm-, Beinlinge und die Regenjacke einpacken und die Lust geht gegen den Null-Punkt.  Kneifen, geht gar nicht. Dafür habe ich mit meinem Kollegen Rolf nicht trainiert und außerdem ist es das erste Rennen der Saison. Es folgen noch weitere in Frankfurt, Berlin, Nürburgring, Bochum, Münster und natürlich die 3 Tage im Schwarzwald.

Bensberger SchlossWenn es das erste und hoffentlich letzte Rennen mit strömenden Regen ist, dann ist es ja gut. Über Koblenz geht es mit dem Zug nach Köln. Das Frühstück besteht aus 2 Käsebrötchen und Cola. Naja nicht gerade die beste Vorbereitung für ein Rennen, aber es warten ja noch Obst und Riegel an unserem Fanmobil der Deutschen Post. Anmeldung und Abholen der Startunterlagen läuft problemlos und wir treffen den ersten Kollegen. Es regnet nicht mehr aber die Temperatur zeigt 7 Grad und ist wie fest verankert. Wir sind die Ersten und warten. Es trauen sich nicht viele Kolleginnen und Kollegen zu uns. Sie warten lieber im Warmen und kommen erst kurz vor dem Start. Der ist um 10.45 Uhr und was ist? Es regnet wieder und das wird sich über das ganze Rennen hinziehen. Der Start ist immer sehr heikel. Alle wollen vorne fahren und es ist eng. Es geht über das Rheinufer in den Tunnel unterhalb des Doms Richtung Mühlheim über den Rhein und ab ins Bergische Land, Richtung Odenthal.

 Bensberger Sachloss2

An manchem Kreisel trifft man Sturzopfer, die wohl zu schnell in die Kurve gefahren sind. Regen bringt nasse Fahrbahn und auf dem Asphalt gibt es weiße Farbe. Das weiß man aber, das dies nicht gut gehen kann. Ich fahre "langsam" und wachsam hier durch. Der Regen spürt man gar nicht so sehr, sondern eher die Fontäne von dem Hinterrrad des Vordermannes. Ein Windschatten fahren ist so fast unmöglich, denn die Brille beschlägt, das Wasser ist mit Dreck vermischt und die Zähne knirschen.

Ich schau auf den Tacho, 38 km schnell, aber immer noch 7 Grad. Noch perlt das Wasser ab, es ist aber nur eine Frage der Zeit, wie lange noch. Es wird hügeliger und die erste längere Steigung kommt. Ich weiß gar nicht mehr wo ich überhaupt bin? Schlagloch ewischt die Trinkflasche ist weg. Scheiße, das auch noch, aber zu trinken gabs ja von der Strasse genug;-).

Im Kopf kommen die Fragen und die Wichtigste stellt man sich immer wieder: Warum tust Du dir dasKoeln jedermannrennen Thomas Krämeran? Andere sitzen beim Osterbraten im warmen Stüble und du auf dem knallharten Sattel, bei Regen der sich langsam unter die Jacke und in die Überschuhe zutritt verschafft. Es ist aber nicht kalt, sag ich mir. Es macht einfach nur Spass! Ich trete weiter, die Gruppe fällt auseinander. Bis ich es gemerkt habe, war ich mit einem jüngeren Fahrer alleine. Ich schaute nach Hinten. Vereinzelte Fahrer. Ich schaue nach vorne, nur ein Junge, gefühlte 17 Jahre und ein Hemd. Na, das wars wohl mit Windschatten. Der strampelte rein, als ob er beim Zielspurt wäre. Wind kommt auf und wir wechseln uns ab. Fuhr er vorne, war nicht viel Windschatten da, aber wir bekamen Blickkontakt zu einer größeren Gruppe. Auf geht's, reintreten und den Puls auf über 180 schrauben. Wir hatten es geschafft. Ausruhen im Pulk und weiter treten. Aufstieg zum Bensberger Schloss. Es sind viele Zuschauer da, auch sie trotzen dem Wetter. Es ist glatt (rutschig) und die Pflastersteine sehr holprig. Einige schieben ihr Rad und versperren dadurch die enge Fahrt nach oben. Ich halte mich ganz rechtsThomas Krämer; Köln Jedermannenrennenund komme gut durch. "Wars das schon?", dachte ich mir. Es ging direkt rechts rum und wieder flach. Hoppla, das soll es gewesen sein? Ja, scheint so, dabei sprach man im Vorfeld von einer Mauer. Ich halte es für ein Mäuerchen.

Weitertreten, du willst ja wieder nach Köln. Es regnet, ja man glaubt es nicht. Ich treffe in der nun neu formierten Gruppe einen Kollegen der Deutschen Post. Wir beschließen, mit der Gruppe ins Ziel zu rollen. Gemütlich, naja, es geht so bei 38-42 km/h Richtung Köln-Rath. Anstieg? Ja, zur Severinsbrücke. Langsam merkt man die Beine. Es fällt einem schwer. Auf der Brücke, Wind. Die Gruppe platzt auseinander. Rechts ab auf die Strasse zum Rheinufer und dann nur noch gerade aus. Die Kraft ist weg und ich scheiß auf die paar Sekunden. Die 2 Stunden habe ich nicht geknackt, aber ich liege unter meiner angepreilten Zeit von 2 Stunden 15 Minuten. Mit 2:06:55 habe ich eine tolle Zeit hingelegt und das bei dem Wetter.

Die Überschuhe, Trikot, Bein und Armlinge, alles voller Wasser und total verdreckt. Meine Handschuhe hatten mindestens 1 Kilo und waren schwer ohne Ende. Ich fahre zum Fanmobil, wo viele Kolleginnen und Kollegen des FC Deutsche Post Nationalteams schon waren. Die Zeiten von denen sind Traumergebnisse für mich. Ralf Wörmer wurde Sieger in der Altersklasse M2 und war 20 Minuten schneller wie ich. Das sind Welten. Herzlichen Glückwunsch.

Ich wurde 459. von 1351 bei den Männern in der Zeit von 2:06:55 Std.

Wir alle hatten nun nur noch ein Ziel, schnell die Klamotten runter und etwas trockenes und warmes anziehen. Gott sei Dank, hatten wir den Sprinter. Nach und nach haben wir uns dann umgezogen. Es tat gut und wir alle waren stolz, bei dem Wetter, durchgehalten und das Ziel erreicht zu haben.

PS. Da fährt man 70 km  Rennen und was passiert auf dem Weg zum Bahnhof? Genau, ich leg mich hin. Unterhalb des Köln-Museums haben die Stadtherren eine einzige Strassenbahnschiene in die roten Backsteine eingelassen. Auf der leg ich mich auf die Fresse. Wie hat ein Obdachloser mit ner Flasche Bier mir zugerufen: "Mach dir nichts draus, du warst nicht der Erste dem das heute passiert ist  und du wirst sicher auch nicht der Letzte sein!" Danke für den Hinweis, Kumpel!

 

Nächstes Rennen, am 01.05.2012 in Frankfurt (Rund um den Finanzplatz - ehemaliger "Henninger Turm") Bericht folgt.

 
22. Mai 2011:Teilname beim Skoda Velothon in Berlin PDF Drucken E-Mail

Start Skoda Velothon

Gemeinsam mit meinem Kollegen Rolf Pargen sind wir am Sonntag, 22.05.2011  beim Skoda-Velothon Radrennen in Berlin gestartet. Es war nach dem Nürburgingrennen "Rad am Ring" im vergangenen August mein zweites Rennen, welches ich trotz erheblichen Trainingsrückstandes durch eine länger andauernde Krankheit, unbedingt angehen wollte. Insgesamt bin ich in disem Jahr vielleicht 200km gefahren, hier insbesondere ca. 120 km in der Vorwoche des Rennens. Das ist eigentlich gar nichts, aber ich wollte teilnehmen. Am Samstag war um 04.00 Uhr wecken angesagt. Nach einem mehr oder weniger "Frühstück" haben wir Rolf in St. Aledgund abgeholt und sind dann direkt durchgestartet. Nach nur 6 1/2 Stunden und 685 km hatten wir Berlin erreicht. Umzingelt von Schalker und Duisburger Fans, checkten wir im Winter's Hotel Berlin Messe ein."Ach ja, nebenbei war ja noch Pokalfinale in Berlin, was die Stadt in blau und weiss tauchte."

 

Der Hunger trieb uns direkt zum Italiener. Riesen-Pizza und noch nicht mal teuer, war aber sehr lecker. Danach hatten wir Lust auf Sightseeing und wir fuhren mit der Bahn zur Friedrichstraße. Na, wen trifft man so in Berlin? Natürlich Maria Riesch, locker, flockig getarnt mit Sonnenbrille schlenderte Sie über die Straße "Unter den Linden". Unter den ganzen blauen Fußballfans fiel Sie mir direkt auf. Nach Besuch der Friedrichstraße und der Museumsinsel mussten wir um 16:30 Uhr zur Rennanmeldung. Wir gingen zum Brandenburger Tor, wo wir unsere Unterlagen und Startnummern für das Rennen erhhielten. Hier trafen wir auch weitere 2 Kolleginnen vom Team des FC Deutsche Post, die aber gemeldet waren für die 120er Runde und nicht wie wir für die 60km-Runde. Wir fanden es schade, das wir keine weiteren Kolleginnen und Kollegen getroffen haben, um sich vor dem Rennen ein wenig auszustauschen. Es wäre sicher für die Zukunft gut, wenn man eine feste Uhrzeit für alle vereinbaren könnte, damit der Zusammenhalt den wir beim Team haben auch leben könnten.


 

Nach Rückkehr im Hotel haben wir uns totmüde noch das Endspiel im DFB-Pokal Schalke gegen Duisburg angesehen. 5:0 für die Schalker btw.einen lieben Gruß an Herr Gerdes als Schalke-Fan.

Morgens 6.00 Uhr klingelte der Wecker. Wir mussten raus, da wir um 8.00 Uhr im Startblock sein sollten. Schnell zur S-Bahn und ab zum alten Lehrter Bahnhof, heute Berlin-Hauptbahnhof. " Käsebrötchen zum Frühstück mussten herhalten, um wenigstens etwas außer Riegel im Magen zu haben. Vor dem Bundeskanzleramt haben wir schnell noch Erinnerungsfotos geschossen, bevor ich mein Sportbeutel, mit den Utensilien für nach dem Rennen, deponiert habe. Alles war top organisiert. Die Aufstellung im Block F auf der Strasse "Unter den Linden" mit Blick aufs Brandenburger Tor problemlos. Man merkte den Teilnehmern die Spannung auf das Rennen an. Um 08:25 Uhr ging es los. Unter dem Brandenburger Tor durch, links ab Richtung Potsdamer Platz, davor dann rechts zu den ständigenen Vertretungen der Bundesländer und verschiedener Botschaften über Charlottenburg (vorbei am Charlottenburger Schloss) Richtung Wannsee. Es war einfach nur Klasse und ein Erlebnis, auf Haupt- und Chausseestrassen, wo sonst das Fahradfahren fast unmöglich ist, einzelne Sehenswürdigkeiten an sich vorbeiziehen zu lassen. Natürlich gab es auch unangenehme Sachen, wie Stürze oder Leute die meinten mit 20 km/h links in Dreiergruppen zu fahren. Naja, Übersicht und manchmal der Einsatz meiner Klingel hat für Abhilfe gesorgt.


 

Über Grunewald, Schönefeld und den FlughafenTempelhof ging es wieder zurück auf die "Straße des 17. Juni" und Richtung Zielankunft. Die letzten Kilometer, ab Flughafen Tempelhof, hatte ich Begleitung von einem Mitstreiter, ich nenne Ihn hier einfach nur der Halbmarathon vom Bodensee. Er trug dieses benamte Radler-Shirt. Teilweise mit fast 40 km/h fuhren wir die letzten Stadtteile gen Berlin Mitte und holten noch die letzten Körner aus uns raus. Ich muss sagen, ich habe es gut verkraftet und musste mir eingestehen, dass ich den Beginn des Rennens verbummelt hatte. Naja, es war schwer für mich einzuschätzen, wie ich mit dieser schlechten Vorbereitung das Rennen durchhalten würde.


 

Meine mir vorgenommene Zeit  von unter 2 Stunden habe ich eingehalten. Rolf mein Kollege war in der Startgruppe D gestartet und wartete schon vor dem Bundestag auf mich. Er war die Tour in 1:52 gefahren. Wir waren beide hochzufrieden mit den Zeiten, was aber auch unisono bedeutet, mehr Trainingskilometer zurück zu legen, um beim nächsten Rennen am Hockenheimring und auf dem Nürgurgring besser zu sein, obwohl Berlin und Nürburgring lässt sich alleine wegen der Höhenmeter nicht vergleichen.

Nachmittags war Duschen angesagt und der Besuch des Alexanderplatzes. Hier hatten wir uns einen großen Eisbecher verdient.Um 15.00 Uhr wollten wir uns noch zu einem gemeinsamen Foto der Mannschaft FC Deutsche Post am Brandenburger Tor treffen, doch außer Rolf und mir war nur noch eine Kollegin aus Stuttgart vor Ort und natürlich die Fotografin. Leider fand sich ansonsten kein Teammitglied mehr ein, was wir sehr bedauerten. Nachdem wir dann die letzten Runden des ProTour-Rennens mitverfolgten, begaben wir uns noch zu einem Weizenbier an den Potsdamer Platz, um dann diese tolle Veranstaltung mit all den Eindrücken unserer Hauptstadt Berlin, nochmals aufleben zu lassen.Am Montag kehrten wir dann mit vielen tollen Eindrücken und hochzufrieden nach Neef zurück.

Wir möchten uns hiermit bei meinem Arbeitgeber der Deutschen Post für die finanzielle Unterstützung durch den FC Deutsche Post recht herzlich bedanken. Es ist nicht selbstverständlich, das ein Arbeitgeber seinen Mitarbeitern diese Möglichkeiten gibt, recht herzlichen Dank von mir.

Ihr Thomas Krämer

 

(Das erste und vorletzte Bild wurde mir dankenswerter Weise von der offziellen Homepage des www.Skoda-Velothon-Berlin.de zur Verfügung gestellt.)